Inhaltsstoffe
  
Aroniafrüchte besitzen die beste antioxidative Wirkung aller bekannten Früchte. Durch den Verzehr von Aroniaerzeugnissen "fegen" wir freie Radikale aus unserem Organismus. Wegen des hohen Gehaltes an roten Farbstoffen (Anthocyane) und Flavonoiden nimmt die Aronia eine besondere Stellung ein.

Die Anthocyane und Flavonoide gehören zu der Gruppe Polyphenole, die als gesundheitsfördernde Substanzen gelten. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen werden Anthocyanen eine Schutzwirkungen vor degenerativen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-System, der Gelenke, der Augen, der Nieren zugeschrieben. Dies beruht auf ihrem antioxidativen Potential, also der Fähigkeit, so genannte freie Radikale und reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, die zellschädigend wirken im Körper effektiv zu binden. Deswegen gehört die Aroniabeere zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten Beerenarten in unserem Kulturkreis.
  

Anthocyanidine Gehalt in Früchten (mg/100g)
Aroniabeere 800
Süsskirsche 180
Blaue Weintraube 165
Blaubeere 165
Brombeere 160
Himbeere 40
Erdbeere 30
  
Die antioxidative Kapazität von Aroniasaft der so genannte TEAC-Wert, erreicht laut Untersuchungen der Potsdamer Forschungsgruppen den ungewöhnlich hohen Wert von 64,8mmol/Liter, womit die Aroniabeere andere, ebenfalls antioxidativ wirksame Früchte wie Granatapfel (18-20mmol/L) und Cranberry (9-14 mmol/L) bei weitem überragt.

Die chemische Zusammensetzung der Schwarzen Aroniabeeren kann geringfügig, je nach Anbaugebiet und Wetterbedingungen während der Vegetationszeit, schwanken. Frische, reife Aroniafrüchte enthalten 74-83% Wasser und dementsprechend 26-17% Trockenmasse.

Aroniafrüchte bestehen zu etwa 18% lösbaren Substanzen wie:

  • Zucker: hat den grössten Anteil an lösbaren Subtanzen - 6.2 - 10.8% im Masse der frischen Beeren, wobei der Anteil an Monosachariden, Fruktose und Glukose bei 4.3 - 5.9% liegt und der Rest macht Saccharose aus.
  • Säuren: der Gehalt an organischen Säuren in den Früchten der Aroniabeere ist relativ niedrig und beträgt nach der Umrechnung in Apfelsäure 0.7 - 1.3%.
  • Gerbstoffe: Einen grossen Einfluss auf den Geschmack der Aroniabeeren haben Gerbstoffe, deren Gehalt in den reifen Früchten ungefähr 0.35% beträgt, und die den Früchten einen charakteristischen, herben Geschmack verleihen, was grosse Bedeutung insbesondere in der Weinverarbeitung spielt.
  • Pektinsubstanzen: Die Aroniabeere werden durch einen hohen Anteil an Pektinsubstanzen der von 0,63 bis 0,75% beträgt, gekennzeichnet, können sie bei der Herstellung von Gelees und Marmeladen eingesetzt werden.
  • Mikro- und Makroelemente: Aschenstoffe - die Menge an Aschenstoffen ist grösser als in anderen allgemein bekannten Beerenfrüchte, wie z.B. Johannisbeeren, Himbeeren oder Stachelbeeren und beträgt 1,55 g Aschenstoffe je 100g Beeren.
  • Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Schwefel, Jod, Mangan, Zink, Eisen, Molybdän, Mangan, Kupfer, Bor
  • Vitamine - Aroniabeere enthalten unter anderem die Vitamine: C, PP (B3 oder Niacin), B1, B2 B6,, B9 (Folsäure), B5 (Pantothensäure), E, A und K

Jedoch das wichtigste ist der Gehalt an Polyphenolen (" Vitamin P" ), die im Vergleich mit anderen Früchten enorme Gehalte aufweisen. Ihr gesamter Gehalt überschreitet 4200 mg/ 100g des trockenen Extrakts der Frucht (Anthocyane 1040 mg/%, Flavonoide 80 mg/%, Zinnamonhydroxysäuren 420 mg/%).

Die letzten Untersuchungen haben ergeben, dass das in den Aroniabeeren erhaltene Vitamin P für den Einsatz als Vorbeugungs- und Heilmittel gegen die Schädlichen Einwirkungen der Strahlung auf den menschlichen Organismus.

  

Quelle:
Piotr Eggert "Aronia von der Jungpflanze bis zur Ernte"
Iwona Wawer "Aronia, das polnische Paradox"
Renate Petra Mehrwald "Das hohe antioxidative Potential der einheimischen Aroniabeere (Aronia melanocarpa)"